Über den Verein
Startseite

 

Kurzchronik

Gründungsprotokoll

Satzung

Beitrittserkärung (als PDF zum Download - 35 kb)

Chronik ausführlich (als PDF zum Download - 28 kb)

 

Kurzchronik
Nach oben

 

Um die Jahrhundertwende wurde das Fahrrad in seiner heutigen Form entwickelt. Das Interesse an dieser Art der Fortbewegung wurde immer größer. Diese Entwicklung machte natürlich auch nicht vor Burgkunstadt halt. Der Verein wurde schließlich am 21. Dezember 1912 im Gasthof "Fränkischer Hof" am Weihersbach gegründet.
Mehr als 50 Personen waren bei dieser Geburtsstunde anwesend.

Der 1. Weltkrieg traf den noch jungen verein schwer. So wurden auch die Männer aus Burgkunstadt "zu den Fahnen gerufen" und blieben von den Kriegsereignissen nicht verschont. In diesen Jahren mußte sich die Vereinsarbeit auf ein Mindestmaß beschränken. In den Nachkriegsjahren wurde das gesellschaftliche Leben des Vereins durch Veranstaltungen und Feste aufrechterhalten. Eine Theatergruppe sorgte für die notwendigen Einnahmen. Bald wurde der Wunsch nach Saalmaschinen laut. Angebote wurden eingeholt, Verhandlungen geführt und eifrig wurde über die neue Entwicklung diskutiert. 1926 wurden die ersten Räder gekauft. Damit war der Grundstein für den heutigen Radballsport in Burgkunstadt gelegt.

In den folgenden Jahren konnte der Verein mit seinen Radballspielern und Straßenfahrern große Erfolge erzielen, der 2. Weltkrieg beendete diese positive Entwicklung abrupt, schwere Jahre standen bevor. Nach Kriegsende gab es glücklicherweise wieder Männer, die den Verein aus dieser Krise führen konnten. So wurde am 21. Juli 1948 Paul Greim zum 1. Vorsitzenden gewählt. In den fünfziger Jahren nahm der Wettkampfsport einen gewaltigen Aufschwung. Nationale und internationale Turniere folgten, darunter waren auch Einladungen in die DDR, nach Leipzig, Chemnitz und Erfurt. Bei Wettkämpfen war Burgkunstadt in diesen Jahren fast immer auf den vordersten Plätzen zu finden.

Für kurze Zeit löste Hans Keidel den bisherigen Vorsitzenden Paul Greim ab. Paul Greim nahm aber 1958 das Ruder erneut in seine Hand.

Es gab immer wieder Radballer, die den Verein nicht in Vergessenheit geraten ließen. 1968 fand nach langer Zeit wieder einmal ein internationales Radballtumier in Burgkunstadt statt. Viele jugendliche Zuschauer konnten sich in diesen Tagen für den Radballsport begeistern und traten dem Verein bei. Daraus entwickelte sich eine Jugendarbeit, auf die die Concordia heute stolz sein kann. Neben dem Training, das Klaus Greim mit den Jugendlichen absolvierte, wurden Radwanderungen, Johannisfeuer und Zeltlager durch Jugendleiter Adolf Groh organisiert. Heute sind viele dieser damals ins Leben gerufenen Veranstaltungen schon Tradition geworden.

Im Februar 1975 mußte der Verein den Verlust eines Mannes hinnehmen, der die Geschichte der Concordia Burgkunstadt in beachtlichem Umfang geschrieben hatte: Paul Greim, der seit Kriegsende als Funktionär, davon 25 Jahre als 1. Vorsitzender tätig war, starb plötzlich und unerwartet. Als neuer Vorsitzender wurde am 20.03.1975 Adolf Groh gewählt, der noch heute die Geschicke des Vereins in seiner Hand hält.

Der ursprüngliche Sinn und Zweck des Vereins, die Pflege der Geselligkeit, wurde von nun ab weiter ausgebaut, wobei der sportliche Teil aber nicht vergessen wurde. Besonders Klaus Greim ist es zu verdanken, der als Trainer immer wieder Schüler- und Jugendmannschaften aufbauen konnte, die sich bei Bayerischen und Deutschen Meisterschaften achtbar schlugen.

 
 

Gründungsprotokoll
Nach oben

 

Concordia Burgkunstadt

Anno 1912 Burgkunstadt, 21. Dez. 1912

G r ü n d u n g s - P r o t o k o l l

Schon seit längerem wird hier von verschiedenen Personen der Wunsch geäußert, am hiesigen Platze einen Radfahrer - Verein zu gründen. Zwecks dessen ladet Herr Pfarrverweser Steuer den Gauleiter des Rad- & Motorfahrer - Verbandes Herrn Haahs aus Bamberg ein, einmal eine Vortrag über Ziele & Zwecke der Concordia zu halten. Die Versammlung selbst wird im Saale des Fränkischen Hofes abgehalten. Beginn 4 Uhr. Anwesend sind ca 50 Personen, darunter ein grosser Teil von den Nachbar - Vereinen "Concordia" Pfaffendorf & Trieb ferner auch einige Gegner nämlich Mitglieder aus der schon hier bestehenden Solidarität.

Herr Pfarrverweser Steuer eröffnet die Versammlung & dankt den Anwesenden für ihr Erscheinen; hierauf erteilt er Herrn Gauleiter Haahs das Wort. Dieser erklärt ganz deutlich die Vorteile, welcher ein derartiger Verband bietet & was die Concordia während ihres noch ganz kurzen Bestehens erreicht hat & wie sich dieselbe in so kurzer Zeit so gross entwickelt hat. Der Redner findet vollen Beifall von den Versammelten & auf vielseitiges Verlangen wird hier eine Ortsgruppe gegründet, der sich sofort 19 Personen anschließen. Diese Herren sind nachstehend verzeichnet.

  1. H.Günther Gg. Schlosser
  2. Franz Carl Gastwirt
  3. Kauper Andr. Fabrikarb.
  4. Lang Gg. Bäcker
  5. Pettrich Hans Fabrikarb.
  6. Pfister Gg. Fabrikarb.
  7. Popp Gg. Maurer
  8. Popp Mich. Handlungsgeh.
  9. Porsch Jos. Bäcker
  10. Rehm Mart. Werkmeister
  1. Schelder Andr. Metzger
  2. Schmitt Gg. Theisau
  3. Schmitt Hans Fahrradh.
  4. Schneider Joh. Postbote
  5. Weis Seb. Fabrikarb.
  6. Wiemann Hans Bäcker
  7. Wiemann Mich. Bäcker
  8. Steuer Joh. Pfarrverweser
  9. Baptistella Aug. Steuerverwalter

Von der Wahl einer Vorstandschaft wird vorläufig abgesehen und diese auf eine erst einzuberufende Versammlung verlegt. Herr Steuer will die etwaigen Vereinsgeschäfte bis zur Wahl einer solchen besorgen.
Von einer weiteren Auseinandersetzung wird Abstand genommen & um 1/2 7 Uhr die Versammlung geschlossen.

 

der prov.Schriftführer

M. Popp

 
 

 
Nach oben